Kryo-Elektronenmikroskopie für organische Lösungsmittel erweitert


Viele fortschrittliche Technologien, von Katalysatoren bis hin zu Wirkstofftransportsystemen, basieren auf Substanzen, die in organischen Lösungsmitteln dispergiert sind. Bisher stellte die direkte Beobachtung dieser Materialien in ihrer natürlichen flüssigen Umgebung eine große Herausforderung dar. Dies limitierte das Verständnis darüber, wie mikroskopische Strukturen und Elementverteilungen die Leistung beeinflussen. Eine neue Entwicklung in der Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) zielt darauf ab, diese Methode über wässrige Lösungen hinaus zu erweitern. Traditionell wird Kryo-EM hauptsächlich für biologische Proben in Wasser eingesetzt. Die Erweiterung auf organische Medien ermöglicht nun Einblicke in die Nanostruktur von industriell relevanten Materialien unter realistischen Bedingungen. Dies ist entscheidend für die Optimierung von Eigenschaften in der Materialwissenschaft und Pharmazie. Durch die Abbildung in nativen Lösungsmitteln können Forscher nun genauer analysieren, wie Wechselwirkungen auf molekularer Ebene die Funktionalität bestimmen.

Hintergrund: Die Kryo-EM wurde 2017 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet und ermöglicht hochauflösende Strukturanalysen von Biomolekülen in vitrifiziertem $H_2O$. Die Übertragung auf organische Phasen erfordert neue Probenvorbereitungstechniken.

Entitäten: kryo-elektronenmikroskopie | methode organische lösungsmittel | stoff katalysatoren | stoff wirkstofftransportsysteme | stoff elementverteilung | konzept nanostruktur | konzept vitrifizierung | konzept farben | stoff tinten | stoff materialwissenschaft | konzept


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