Röntgenanalyse zeigt Platin-Oxidation in Wasserstofftechnologien


Elektrolyseure und Brennstoffzellen sind zentrale Technologien der Energiewende. Sie ermöglichen die Speicherung und Nutzung von erneuerbarer Energie durch Wasserstoff ($H_2$). Ein kritischer Bestandteil sind Platin-Katalysatoren, welche die notwendigen elektrochemischen Reaktionen beschleunigen. Allerdings degradieren diese Katalysatoren unter hohen Betriebslasten, was die Effizienz mindert und die Kosten erhöht.

Eine neue Studie nutzt Röntgenstrahlen, um die Oxidation von Platin ($Pt$) in Echtzeit zu beobachten. Bisher war der genaue Mechanismus des Leistungsabfalls unter Betriebsbedingungen schwer zu analysieren. Durch die Echtzeit-Analyse können Forscher nun verstehen, wie sich die Oberfläche des Platins verändert, wenn es mit Sauerstoff ($O_2$) oder Wasser reagiert. Dieses Wissen ist entscheidend, um langlebigere Katalysatoren zu entwickeln. Die Optimierung der Materialien könnte die Wirtschaftlichkeit von Wasserstofftechnologien deutlich verbessern und deren breitere Einführung fördern. Die Untersuchung zeigt, dass der Verschleiß nicht nur mechanisch, sondern chemisch durch Oxidationsprozesse bedingt ist.

Hintergrund: Platin gehört zur Gruppe der Edelmetalle und ist aufgrund seiner katalytischen Eigenschaften unverzichtbar, jedoch extrem kostbar. Die Oberflächenoxidation blockiert aktive Zentren und reduziert die Reaktionsrate.

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