Die Strukturbiologie liefert zwar detaillierte molekulare Strukturen, oft jedoch nur als statische Momentaufnahmen. Da die Dynamik von Proteinen für ihre biologische Funktion essenziell ist, haben Forscher des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) gemeinsam mit internationalen Partnern verschiedene Bildgebungsmethoden kombiniert. Die Ergebnisse, veröffentlicht in Nature Chemistry, beleuchten, wie Proteine „atmen" und wie experimentelle Techniken diese Bewegung einfrieren. Diese Erkenntnisse könnten Ansätze zum Protein-Design stärken und KI-basierte Werkzeuge zur Strukturvorhersage verbessern. Proteine sind Polymere aus Aminosäuren, verbunden durch Peptidbindungen ($-CO-NH-$). Ihre Konformation ist flexibel, was für Enzymaktivitäten und Signalübertragung entscheidend ist.
Hintergrund: Herkömmliche Methoden wie die Röntgenkristallographie fixieren Proteine im Kristallgitter, wodurch natürliche Bewegungen im Lösungszustand verloren gehen.
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