Polystyrol ist einer der bedeutendsten Kunststoffe weltweit: Jährlich werden fast 20 Millionen Tonnen produziert, etwa für Schutzverpackungen, Zierleisten oder Petrischalen. Der Kunststoff wird überwiegend aus Erdöl gewonnen und nur selten recycelt, da Neupolystyrol oft günstiger ist als recyceltes Material. Deshalb landen gebrauchte Produkte meist in der Verbrennung oder auf Deponien. Wie viele Kunststoffe ist Polystyrol in der Umwelt nur schwer abbaubar. Nun haben Forscher ein neues Polystyrol entwickelt, das zu 50 % aus pflanzlichem Material besteht und in Fragmente zerfällt, die potenziell wiederverwertet werden können. Dieser Ansatz könnte das Recycling erleichtern und die Abhängigkeit vom Rohöl verringern. Polystyrol entsteht durch Polymerisation von Styrol ($C_8H_8$); die neue Variante könnte durch gezielte Fragmentierung (z.B. Depolymerisation) besser recycelbar sein.
Hintergrund: Polystyrol ist ein thermoplastisches Polymer der Summenformel $[CH_2CH(C_6H_5)]_n$. Es wird durch radikalische Polymerisation von Styrol hergestellt. Die Entwicklung biobasierter und zugleich recycelbarer Varianten ist ein wichtiger Schritt zur Kreislaufwirtschaft.
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