Nachweisreaktionen sind klassische Labortests für spezifische Ionen. Die Chemikalie, die den Nachweis durchführt, wird als Reagenz bezeichnet. Der Farbumschlag oder die Ausfällung eines weißen Niederschlags ist das Anzeichen für das Vorhandensein des gesuchten Stoffes.
Beispiele:
- Nitrate-Nachweis ($NO_3^-$): Mit Zink-Granchip-Reagenz (oder Ringtest) → brauner Niederschlag (oder brauner Ring)
- Chlorid-Nachweis ($Cl^-$): Mit Silbernitrat ($AgNO_3$) → weißer Niederschlag ($AgCl$), löst sich in Ammoniak auf
- Sulfat-Nachweis ($SO_4^{2-}$): Mit Bariumchlorid ($BaCl_2$) → weißer Niederschlag ($BaSO_4$), unlöslich in Säure
- Carbonat-Nachweis ($CO_3^{2-}$): Mit Salzsäure ($HCl$), Gaseinleitung in Kalkwasser → Kalkwasser trübt sich ($CO_2$), Gasbläschen
- Ammonium-Nachweis ($NH_4^+$): Mit Natronlauge, Natriumhydroxid ($NaOH$) und Glimmstab → Alkalische Dämpfe (mit roten Luziferfleck reagiert er)
Limitierungen: Nachweisreaktionen spezifisch, aber nicht unfehlbar. Andere Ionen können ähnliche Reaktionen zeigen. Modernere Methoden: Spektroskopie, Chromatographie (Gaschromatographie GC, HPLC).
Nachweisreaktionen sind jedoch billig, schnell und gut geeignet für Ersttests in der Laborpraxis und Lehre.
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